<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525</id><updated>2011-12-03T16:07:57.539+01:00</updated><category term='Text'/><category term='Hegel Zitat Notiz'/><category term='Kindheit'/><category term='Video'/><title type='text'>Andreas Kampa</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Dan Richter</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='28' src='http://www.danrichter.de/bilder/dan-richter.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>20</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-9008605725979519228</id><published>2011-11-04T14:34:00.002+01:00</published><updated>2011-11-04T14:39:15.690+01:00</updated><title type='text'>Demnächst in Ihren Nachrichten</title><content type='html'>9. November 2011&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angela Merkel tritt vor die Presse, um den erfolgreichen Abschluss der G20-Verhandlungen bekannt zu geben. Beiläufig erklärt sie der verblüfften Weltöffentlichkeit, dass man auch die Wiedereinführung der 2-Staaten-Regelung beschlossen habe. Als ein italienischer Journalist nachhakt, ab wann die neue Regelung denn gelte, antwortet Merkel: „Nach meiner Kenntnis sofort, unverzüglich.“&lt;br /&gt;Die Nachricht schlägt ein wie eine Bombe. Noch in der Nacht strömen Tausende ehemaliger DDR-Bürger aus dem Westen Richtung Mauerstreifen, um rechtzeitig vor Mauerbau wieder im Osten zu sein. Viele haben Tränen in den Augen: „Das ick dit noch erleben darf! Ick hab erlebt, wie die Mauer abgerissen wurde, jetzt wird se endlich wieder uffjebaut. Wahnsinn! Wahnsinn!“ Am Straßenrand werden sie freudig von ihren Westberliner Mitbürgern verabschiedet. Journalisten fragen die Neuankömmlinge, worauf sie sich am meisten freuen. „Dass et keene Bananen mehr jibt. Ick kann die janzen Südfrüchte nicht mehr sehen.“ Andere sagen: „Hauptsache nich mehr reisen dürfen. Ick wollte doch damals nur mal gucken. Da brauch ick do nich 20 Jahre für.“&lt;br /&gt;Vor dem Roten Rathaus stimmen Klaus Wowereit und Gregor Gysi spontan die DDR-Nationalhymne an. Die Menge skandiert: „Deutschland – zweiig Vaterland.“ Altkanzler Helmut Schmidt spricht den geschichtsträchtigen Satz: „Nur geteilte Freude ist doppelte Freude.“ Wowereit ergänzt: „...und das ist auch gut so.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10. November 2011&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Unmut in der Bevölkerung wächst, weil sich die Arbeiten an der Mauer verzögern. Menschenmassen versammeln sich am Mauerstreifen. Sprechchöre werden laut: „Die Mauer muss her! Die Mauer muss her.“ An Westberliner Banken bilden sich lange Schlangen, weil viele DDR-Bürger ihr Abschiedsgeld bezahlen wollen: „Damit wa endlich quitt sind.“ Im Fernsehen werden die neuen Reisebeschränkungen diskutiert, die den meisten nicht weit genug gehen. „Ick will nich einmal im Jahr in Westen reisen dürfen. Wat soll ick denn meine Tante sagen, warum ick se am Jeburtstag nich besuchen komme?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11. November 2011&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Runder Tisch aus den Ministerpräsidenten der fünf neuen Länder und ehemaligen Bürgerrechtlern übernimmt vorübergehend die Regierungsgeschäfte der DDR, bis ein neuer Diktator gefunden ist. Egon Krenz lehnt das Angebot, diese Aufgabe zu übernehmen, ab mit der Begründung, er fühle sich noch zu jung für den Job. Währenddessen trifft sich Angela Merkel in Bonn, der neuen Hauptstadt Westdeutschlands, mit den Regierungschefs der USA, Frankreichs, Großbritanniens und Russlands zu Verhandlungen über die Wiederaufnahme des Vier-Mächte-Status. Die Gespräche gestalten sich schwierig, weil Putin nicht schon wieder den Osten haben will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12. November 2011&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu einem Umtauschkurs von 2:1 wird die Ostmark wieder eingeführt. Über Nacht verschwinden alle Waren aus den Regalen. Trotzdem bilden sich lange Schlangen vor den Geschäften, damit sich die Leute auf Wartelisten eintragen für die Ostsachen, wenn es wieder welche gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13. November 2011&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungarn macht vorsichtshalber die Grenze zu Österreich dicht, um von der neuen Entwicklung in Deutschland nicht angesteckt zu werden. Polen und Tschechien ziehen nach. In der Prager Botschaft sammeln sich daraufhin Hunderte ehemaliger DDR-Bürger, die nicht mehr zurück an ihre Westdeutschen Arbeitsplätze wollen. Guido Westerwelle fährt zur Klärung der Sache nach Prag. Gegen Mitternacht betritt er den Balkon der Prager Botschaft und verkündet: „Ich bin gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute ihre Ausreise ...“ Der Satz erstickt im Jubel der Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;14. November 2011&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf Beschluss des Runden Tisches werden nach dem Prinzip Rückgabe vor Entschädigung die Stasiakten wieder der Stasi übergeben. Außerdem soll das Wahlsystem vereinfacht werden. Um mehr Planungssicherheit zu erreichen, sollen die Ergebnisse nach wissenschaftlichen Methoden errechnet werden, die der interessierte Bürger dann nur noch der Presse zu entnehmen braucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15. November 2011&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Saarländer Oskar Lafontaine wird neuer Staatsratsvorsitzender der DDR. Spontan bilden sich in Leipzig Jubelkundgebung mit der Parole: „Oskar ist das Volk.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;16. November 2011&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die deutsche Zweiheit ist wiederhergestellt. Auf dem ehemaligen Platz des Palastes der Republik wird in einem Festakt der 41. Jahrestag der DDR nachgeholt. Die Menschen in Ost und West blicken frohen Mutes der Vergangenheit entgegen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-9008605725979519228?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/9008605725979519228/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=9008605725979519228' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/9008605725979519228'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/9008605725979519228'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2011/11/demnachst-in-ihren-nachrichten.html' title='Demnächst in Ihren Nachrichten'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-3028566086632519264</id><published>2011-10-30T11:36:00.002+01:00</published><updated>2011-10-30T11:47:05.246+01:00</updated><title type='text'>Ironie</title><content type='html'>&lt;p&gt;Wer keinen Sinn für Ironie hat, wird folgendes Video von arte auch nicht verstehen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Alle anderen bekommen erklärt, was sie zwar schon wissen, aber noch nicht in Worten ausdrücken konnten. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Philosophisches:&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object id="playerArte" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=10,0,0,0" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" width="450" height="303" allowscriptaccess="always"&gt;&lt;param name="_cx" value="11906"&gt;&lt;param name="_cy" value="8016"&gt;&lt;param name="FlashVars" value=""&gt;&lt;param name="Movie" value="http://videos.arte.tv/videoplayer.swf?videorefFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fde%2Fdo%5Fdelegate%2Fvideos%2Fphilosophie%5Fironie%2D4209142%2Cview%2CasPlayerXml%2Exml&amp;amp;admin=false&amp;amp;autoPlay=true&amp;amp;localizedPathUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2F&amp;amp;mode=prod&amp;amp;configFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2Fconfig%2Exml&amp;amp;videoId=4209142&amp;amp;lang=de&amp;amp;embed=true&amp;amp;autoPlay=false"&gt;&lt;param name="Src" 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href='http://andreaskampa.blogspot.com/2011/10/ironie.html' title='Ironie'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-842587610652420234</id><published>2011-09-23T16:24:00.003+02:00</published><updated>2011-09-23T16:28:06.854+02:00</updated><title type='text'>Athazagoraphobie</title><content type='html'>Ich war ein Turnbeutelvergesser, allerdings nicht, um mich zu drücken, sondern aus Vergesslichkeit. Ich vergesse öfter mal Dinge. Man kann nichts dagegen machen. Außer vielleicht, Gewohnheiten auszubilden. Jeden Tag zur Schule zu gehen, kann man z.B. nicht vergessen, aber dass ausgerechnet heute Sport dran ist, ist wahnsinnig schwer zu merken. &lt;br /&gt;Das Vergessen kommt meist völlig überraschend. Es lässt sich nicht vorhersagen, wann und warum es kommt. Was ich zum Beispiel in der Küche wollte, vergesse ich häufiger. Das Problem ist die Wegstrecke, die ich zurücklegen muss, um in die Küche zu gelangen. Sekunden verrinnen, in denen ich vergessen kann. Im Grunde gibt es kaum etwas Gefährlicheres als den Weg zur Küche, zumindest, was das Vergessen angeht. Manchmal hilft es, den Weg zurückzugehen, sich wie ein Detektiv in den Täter des Vergessens – also mich – hineinzuversetzen. Was habe ich gemacht, kurz bevor ich vergessen habe, woran ich mich nicht mehr erinnere?&lt;br /&gt;Genauso schlimm ist die Wartezeit beim Hochfahren des Laptops. Viel zu viel Zeit vergeht, bis ich endlich bei Wikipedia nachschlagen kann, was ich bis dahin vergessen habe. Es hilft, vorbeugend das Suchwort Mantra-artig vor sich her zu brabbeln: Athazagoraphobie, Athazagoraphobie, Athazagoraphobie ... aha! - die Angst vor dem Vergessen. &lt;br /&gt;Angst ist die logische Reaktion des Körpers auf potentielle Gefahren, auf die sie uns vorbereitet, leider auch, wenn gar kein Grund mehr dazu besteht. Meine Oma hatte in ihren letzten Lebensjahren immer wahnsinnige Angst gehabt, ihre Handtasche zu vergessen, obwohl dort gar nichts mehr drin war; wir kümmerten uns ja um alles, weil sie so vergesslich war. Doch es beruhigte sie, wenn sie ihre Handtasche dabei hatte.&lt;br /&gt;Ich träume heute noch manchmal davon, irgendein Buch der Bibliothek seit Jahren schuldig zu sein, weil ich es einfach vergesse habe. Die Angst ist unbegründet. Sie stammt aus einer Zeit, in der ich mir viel in Bibliotheken ausgeliehen habe. Das ist heute nicht mehr so, trotzdem habe ich manchmal noch Alpträume. Das gemeine an der Angst vor dem Vergessen ist, dass man nie sicher sein kann, ob sie nicht doch berechtigt ist. Habe ich wirklich nichts vergessen, oder kann ich mich bloß nicht daran erinnern? Ein Teufelskreis, der sich noch nicht einmal logisch lösen lässt. Die Angst vor dem Vergessen ist immer berechtigt. &lt;br /&gt;Geradezu teuflisch und –  ich möchte sagen – menschenverachtend, ist die moderne Erfindung der Geheimzahlen. Ich wache manchmal schweißgebadet auf, in der Meinung, meine jahrelange Geheimzahl vergessen zu haben. Natürlich kann ich mich in so einem Moment tatsächlich nicht an sie erinnern. Ich versuche mich dann damit zu beruhigen, dass ich sie bisher, wenn es darauf ankam, immer gewusst habe. Aber stimmt das überhaupt, oder kann ich mich bloß nicht daran erinnern?&lt;br /&gt;Erschwerend kommt hinzu, dass ich der einzige Mensch auf der Welt bin, der meine Geheimzahl kennt. Ich kann sie noch nicht einmal googeln. Ist den Erfindern des Geheimzahlen-Systems eigentlich klar, welchen unmenschlichen Druck das bei Menschen erzeugt, die von sich wissen, dass sie vergesslich sind. Ich wünschte, wenigstens das könnte ich vergessen. Meine Vergesslichkeit scheint aber das einzige zu sein, das ich nie vergessen werde.&lt;br /&gt;Geheimzahlen sind aber noch auf eine zweite Weise gemein. Man sollte sie Gemeinzahlen nennen. Man darf sie nämlich nicht nur nicht vergessen, man darf sie auch niemanden weiter erzählen. Somit steht man gleich doppelt unter Druck. Ich warte auf den Tag, an dem ich träume, meine Geheimzahl im Traum zu verraten und es anschließend sofort wieder zu vergessen. Möglicherweise ist das längst geschehen, ich kann mich ja immer so schlecht an meine Träume erinnern.&lt;br /&gt;Die Angst vor dem Vergessen ist wahrscheinlich die rationalste Angst, die es gibt. Im Gegenteil ist es irrational, keine Angst vor dem Vergessen zu haben. Gerade jetzt, in diesem Moment, könnte jeder von uns etwas ganz, ganz Wichtiges vergessen haben. Ist das nicht der reine Wahnsinn?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-842587610652420234?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/842587610652420234/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=842587610652420234' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/842587610652420234'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/842587610652420234'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2011/09/athazagoraphobie.html' title='Athazagoraphobie'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-6768764013914653057</id><published>2011-01-27T12:54:00.001+01:00</published><updated>2011-01-27T12:54:56.964+01:00</updated><title type='text'>Mittelgroß</title><content type='html'>Ich bin mittelgroß. So steht es zumindest in meinem Pass: besondere Kennzeichen keine, Augenfarbe blaugrau, Größe mittelgroß. Als ich einmal in Schottland Urlaub machte und mir dort an einem Bankschalter Geld holen wollte, musste ich meinen Pass vorzeigen. Der schottische Bankbeamte notierte meinen Namen, gab mir Pass und Geld zurück und dazu eine Bescheinigung, die auf einen gewissen Mr. Blaugrau Mittelgroß ausgestellt war.Das bin ich also: Mr. Mittelgroß. Nicht groß, nicht klein, sondern mittelgroß. Zu klein, um in den hinteren Reihen bei einem Rockkonzert die Band sehen zu können, und zu groß, um tiefergehende Minderwertigkeitskomplexe und daraus resultierende Kompensationsstrategien wie Größenwahn und Weltherrschaftsfantasien zu entwickeln. Von mir wird nie ein Krieg ausgehen, aber ich werde auch nie im Basketball den entscheidenen Korb zur NBA-Meisterschaft werfen. Ich bin größer als meine Mutter und kleiner als mein Vater. Ich bin das arithmetische Mittel aus Pat und Patachon, Asterix und Obelix, Dan Richter und Stephan Zeisig.Dabei gehörte ich als Kind eher zu den Kleinen. Meine Wachstumskurve deutete zwar auf eine mittlere Größe so um die 1,80 hin, trotzdem waren die meisten in meiner Generation stets größer als ich. Nicht viel größer, es waren nur ein paar gemeine Zentimeter, die ausreichten, um nie wirklich klein zu sein, und doch kleiner als alle anderen. So galten alle meine Hoffnungen dem pubertären Wachstumsschub. Wenn er erst einsetzte, wäre im Grunde alles möglich: 1,85 ; 1,90 – warum nicht? Doch wenigstens wollte ich so groß werden wie mein Vater: 1,80.Der Wachstumsschub setzte ein, ich schnellte empor, Zentimeter um Zentimeter, 1,73; 176; 1,78; 1,79 – und dann hörte ich auf zu wachsen. 1,79. Einen Zentimeter vor 1,80 hörte ich einfach auf zu wachsen. 1,79. Das ist, als würde man einen in Führung liegenden 100m-Läufer kurz vor dem Ziel erschießen. 1,79. Ich habe eine Körpergröße, die sich wie ein Preisschild liest. 1,79. Ich bin der Schnäppchenpreis unter den Mittelgroßen. Das Krustenbrot im Angebot. Könnse auf nen Zentimeter rausgeben? Nein? Ach, stimmt so. Ich bin das schlechteste Gerät in der mittleren Preisklasse, von dem die Verkäufer immer abraten. Legen Sie noch nen Zentimeter drauf, dann kriegen Sie nen 1,80-Großen. Ich bin das Gerät, das nur deshalb im Regal steht, damit die anderen Geräte besser aussehen. Das unverkäufliche. Mr. Blaugrau Mittelgroß. Ich habe noch nicht mal richtig blaue Augen, sondern nur so blaugraue. Und meine Haare sind rotblond, im Sommer etwas blonder, im Winter etwas röter, eben eine Mischung aus rot und blond. Ich bin eine mittlere Mischung aus allem. Als Hund wäre ich eine Dackel-Dogge, als Epoche das finstere Mittelalter und als Steak halb durch. Mein Leben ist eine einzige Midsize-Crises.1,79. Ich bin nie mittendrin, immer nur knapp davor. Ich habe den Mauerfall verpasst, weil ich gerade bei der Armee war. Dabei hatte ich kurz zuvor sogar Urlaub: vom 3. bis 8. November. Bis 8.November! In der Nacht des 9. November lag ich in der Kaserne und schlief. Am nächsten Morgen sah ich die Wiederholung im Fernsehen. Tausende DDR-Bürger überquerten freudestrahlend die Grenze nach Westberlin. Einer schrie glücklich in die Kamera: „Wer jetzt schläft, ist tot.“ Nein, ich war nicht tot. Ich war nur mittelgroß, 1,79, immer knapp daneben und doch vorbei.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-6768764013914653057?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/6768764013914653057/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=6768764013914653057' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/6768764013914653057'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/6768764013914653057'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2011/01/mittelgro.html' title='Mittelgroß'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-7916511327368296281</id><published>2010-10-27T21:38:00.005+02:00</published><updated>2010-10-27T21:53:07.937+02:00</updated><title type='text'>Das Frühstücksei</title><content type='html'>Ich kann nicht viel kochen. Wenn man es genau nimmt, beschränken sich meine Kochkünste auf Kaffee und Frühstückseier. Das klingt zunächst sehr dürftig. Manch einer mag sagen, ich könne überhaupt nicht kochen. Doch sollte man bedenken, dass das Frühstücksei die Königsdisziplin der Kochkunst ist.&lt;br /&gt;Ich kann das auch begründen. Zunächst einmal ist das Ei-Kochen ein reines, unverfälschtes Kochen ohne Würzen, Verfeinern oder Braten. Somit ist die Ei-Kocherei das Kochen an sich, wie die Philosophen sagen würden. Ein Ei zu kochen, ist Philosophie. Schon in der Antike beschäftigten sich die Philosophen mit der Frage, was zu erst da gewesen sei, das Brathuhn oder das Frühstücksei. Heute wissen wir: Das Frühstücksei ist zuerst da, meist so zwischen sieben und neun. Mit einem Huhn kann man in der Regel nicht vor zwölf Uhr rechnen.&lt;br /&gt;Berühmt geworden ist auch das Frühstücksei des Columbus, der seine Eier weich bevorzugte. Genau wie ich im Übrigen – wie eigentlich jeder Mensch von Geschmack und Format. Denn das weich gekochte Ei ist eine Köstlichkeit, die ihres gleichen sucht im Universum. Nur Rohlinge und Barbaren bevorzugen harte Eier. Es sind Menschen, denen jeglicher Sinn für das Schöne fehlt, denen Essen nur Nahrungsaufnahme ist. Ich glaube niemandem, der behauptet, er esse ein hartes Ei mit Genuss. Harteiesser sind gleichgültige Esser, sie bevorzugen die Hartheit aus rein praktischen Erwägungen. Man bekleckert sich nicht so leicht. Daran sieht man, dass Harteiesser nicht nur grobe Geister sondern auch grobe Motoriker sind.&lt;br /&gt;Der Weicheiesser hingegen ist ein Genussmensch. Überhaupt ist der Begriff der Weichheit eher auf den zarten, weichen Geschmack zu beziehen, als auf die Konsistenz, die wohl mit dem Begriff flüssig besser beschrieben ist. Und wenn ich von Konsistenz spreche, dann meine ich die Konsistenz des Dotters; das Eiweiß drum herum ist nur eine sinnlose Beigabe, eine Notwendigkeit, die man aus reinem Pflichtgefühl mit isst, aus Respekt vor dem Ei als Ganzem. Wie man daher das Eiweiß haben möchte, hart oder weich, ist im Grunde gleichgültig und den persönlichen Vorlieben überlassen. Ich bevorzuge es hart, weil es mir in diesem Zustand am geschmacksneutralsten erscheint und so das Aroma des Eigelbs am wenigsten verfälscht.&lt;br /&gt;Nun liegt aber gerade am Weißen des Eies die hohe Eikochkunst. Ohnehin mag sich manch Unbedarfter fragen, wie es möglich ist, das Äußere hart und das Innere weich zu kochen, ohne beides vorher voneinander zu scheiden. Diese Frage soll aber der Wissenschaft überlassen bleiben, dem Eikoch genügt die Erfahrung, die besagt, dass es eine Frage der Kochzeit ist. Jeder Ei-Gourmet – und es dürfte mittlerweile klar geworden sein, dass Harteiesser nicht dazu gehören - kennt seine Minutenzahl auswendig.&lt;br /&gt;Ich zum Beispiel glaubte jahrelang, ich sei ein Fünf-Minuten-Typ. Das Fünf-Minuten-Ei ist schließlich das berühmteste aller Eier. Doch irgendetwas schien damit nicht zu stimmen. Ich erhöhte also auf fünfeinhalb Minuten, bis ich schließlich im 6-Minuten-Ei das Ei meiner Träume fand. Doch die Minutenzahl scheint mir nur ein ungenauer Parameter zu sein. Es hängt auch vom Ei selbst ab. Das Nachwende-Bio-Ei braucht nämlich länger. Auch wenn ich es nicht mehr nachprüfen kann, bin ich doch fest davon überzeugt, dass das DDR-Ei in nur fünf Minuten schaffte, wofür das heutige Freiland-Ei sechs Minuten braucht. Offenbar hängt die Eikochzeit auch vom Glückszustands des Huhnes ab. Ein guter Eikoch informiert sich also vorher, wie es um das betreffende Huhn bestellt ist. Hatte es eine glückliche Kindheit? Was lässt sich über die sexuellen Vorlieben sagen? Wie steht das Huhn zum Krieg in Afghanistan? All das kann von Bedeutung sein, besonders dann, wenn man seine gewohnte Umgebung verlässt und auf Reisen geht. Das französische Ei ist völlig anders als das deutsche, und beide unterscheiden sich vom schwedischen. Im Grunde kann man im Ausland sein Eiwissen vergessen.&lt;br /&gt;Verreist man mit Freunden, ergeben sich gleich noch mehr Probleme. Ich habe es so oft erlebt, jedes Mal war es dasselbe Desaster. Man sitzt gemütlich am Frühstückstisch zusammen und jemand kommt auf die Idee, heute mal für alle Eier zu kochen. Das absurde Spiel beginnt immer mit derselben Frage: „Wie wollte ihr eure Eier?“ Minutenzahlen werden genannt, keine zwei Angaben gleichen sich. Erschütternd auch, dass stets ein Hartei-Rohling mit am Tisch sitzt. Das ist dann der Moment, in dem ich ihm innerlich die Freundschaft kündige. So einem traue ich alles zu. Würde mich nicht wundern, wenn der uns am Ende der Reise alle umbringt und irgendwo im schwedischen Wald verscharrt.&lt;br /&gt;Nach Nennung der Minutenzahlen ergeben sich sofort kochorganisatorische Probleme. Meist wird versucht, alle Eier auf einmal zu kochen. Ein sinnloses Unterfangen. Es gibt die Variante, erst das Wasser zum Kochen zu bringen, dann die Eier zeitversetzt hineinzulegen, um sie am Ende alle gleichzeitig herausnehmen. Als ob das Ginge! Manch einer ist schlauer und nimmt nach der Zeit den ganzen Topf vom Herd, ist dann aber doch der Dumme, wenn er merkt, dass er vorher die Eier nicht markiert hat. Welches war jetzt welches?&lt;br /&gt;Umgekehrt funktioniert es genauso wenig, also die Eier gleichzeitig in das kochende Wasser geben und zeitversetzt herausnehmen. Wie legt man aber sechs Eier gleichzeitig in den Topf? Doch selbst wenn es einer schafft, unterschätzt er meist eine einfache physikalische Tatsache. Sechs Eier, die gleichzeitig in das kochende Wasser gelegt werden, drücken die Temperatur des Wassers unter den Siedepunkt. Die Zeitnahme wird verfälscht, und am Ende haben alle viel weichere Eier als beabsichtigt, was mich besonders für den Harteitypen freut.&lt;br /&gt;Um diese Probleme zu umgehen, versuchen manche, Eier und Wasser gleichzeitig zum Kochen zu bringen, mit dem Argument: wenn es anfängt zu kochen, schaue ich auf die Uhr. Ich halte diese Methode für zu ungenau. Und Die Praxis gibt mir reicht. In jedem Fall aber bleibt das Problem des ausländischen Eis. Wir kennen es nicht, es hat eine andere Kultur. Die deutschen Minutenzeiten verlieren ihre Geltung. So können wir abschließend sagen: Eier Kochen ist eine hohe Kunst, es ist die Königsdisziplin des Kochens.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-7916511327368296281?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/7916511327368296281/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=7916511327368296281' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/7916511327368296281'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/7916511327368296281'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2010/10/das-fruhstucksei.html' title='Das Frühstücksei'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-338478518997892899</id><published>2010-10-04T20:01:00.004+02:00</published><updated>2010-10-04T20:08:14.095+02:00</updated><title type='text'>Kritik der Physik</title><content type='html'>Die Schwerkraft&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne die Schwerkraft wäre sicherlich vieles leichter im Leben. Sie drückt alles nach unten, vor allem die Stimmung. Ihre Anwesenheit zieht einen so richtig runter. Jedes Mal. Das nervt. Niemand kann die Schwerkraft leiden. Alles macht sie zum Problem. Zum Beispiel: Mal eben schnell zum Mond fliegen. Oder morgens aufstehen. Oder was Zerbrechliches aus Versehen loslassen. Dann nämlich kommt es zum so genannten freien Fall, der in Wirklichkeit gar nicht frei ist, sondern stets nach unten geht. Nie nach rechts oder links, geschweige denn nach oben. Es gibt nichts unfreieres als den freien Fall. Der Name ist der reinste Hohn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lichtgeschwindigkeit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass das Licht überhaupt eine Geschwindigkeit hat, ist eine Zumutung, die zur Folge hat, dass man Sterne sehen kann, die gar nicht mehr existieren. Was soll das? Und wie soll man bitteschön jemals vernünftig durch den Weltraum reisen, wenn man ständig Ziele anpeilt, die schon bei der Abreise gar nicht mehr da waren? Alternativ könnte man natürlich einfach ins Schwarze hineinfahren, in der Hoffnung, dass sich in der Zwischenzeit mitten auf dem Weg ein Planetensystem bildet, mit vernünftiger Hotellerie zu fairen Preisen. Das macht keiner. Aber wenigstens ist nichts anderes schneller als das Licht. Man kann einen Schneeball sehen, bevor er einen trifft. So hat man zumindest die Chance, ihm auszuweichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wärme&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt prinzipiell zu viele Wärmegrade. Im Grunde ist nur ein schmaler Temperaturbereich akzeptabel. Die Großteil der Temperaturen ist unerträglich und nur eine üble Schikane der Natur. Angeblich steuert das Universum einem Wärmetod entgegen, bei dem es nur noch eine einzige Temperatur gibt. Wenn die bei konstanten 26 Grad läge, hätte man wenigstens etwas, worauf man sich freuen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Energie&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Energie hat viele Gesichter und bleibt sich doch immer gleich. Was man auch tut, die Energie ist nie wirklich weg, sie hat nur jemand anders. Die meiste Energie haben die Energiekonzerne. Die geben sie aber nur gegen Geld her und wollen obendrein auch immer mehr für dieselbe Menge; angeblich weil die Energie knapp wird. Physikalisch gesehen ist das falsch. Es gibt immer genauso viel Energie. Man kann sie weder verschwenden noch verbrauchen. Man kann sie nur nutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Raum&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass der Raum gekrümmt ist, glaube ich gerne. Ich merke es jedes Mal, wenn ich meinen Wohnraum tapeziere. Ursache dafür könnten Schwarze Löcher sein, die von Mäusen gelegentlich in meine Wände geknabbert werden. Angeblich ist auch der Wohnraum knapp, obwohl sich das Universum ständig ausdehnt. Da kann man mal sehen, wie wir nach Strich und Faden verarscht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeit vergeht viel zu schnell, allerdings rückt auch immer wieder neue nach. Es gibt alte Zeiten und neue Zeiten; außerdem große Zeiten, was bedeutet, dass Zeit eine Länge hat; rosige Zeiten, was bedeutet, dass Zeit eine Farbe hat; schwere Zeiten, was bedeutet, dass Zeit ein Gewicht hat; schnelle Zeiten, was bedeutet, dass Zeit eine Geschwindigkeit hat. Man kann sie haben oder auch nicht, man kann sie sich nehmen und jemandem schenken. Mann kann sie sich sogar am Kiosk kaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Trägheitsmoment&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Momente, da bin ich ausgesprochen träge. Die Physik sagt: Das geht jedem Körper so, ich brauche mich also nicht zu schämen. Deshalb ist mir auch kein Naturgesetz so sympathisch wie das Trägheitsgesetz. Es besagt, dass jeder sein eigenes Tempo hat, solange man ihn in Ruhe lässt. Hier ist die Physik schon wesentlich weiter als die Politik. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der das Trägheitsgesetz in die Verfassung aufgenommen wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-338478518997892899?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/338478518997892899/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=338478518997892899' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/338478518997892899'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/338478518997892899'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2010/10/kritik-der-physik.html' title='Kritik der Physik'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-8975844147339514183</id><published>2010-04-01T13:41:00.002+02:00</published><updated>2010-04-02T02:39:46.398+02:00</updated><title type='text'>Auf der Suche nach dem verborgenen Ei</title><content type='html'>Eine alte Geschichte von mir, neu verfilmt mit altem Filmmaterial:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="480" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/G5qhBjrDjGE&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=0"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/G5qhBjrDjGE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-8975844147339514183?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/8975844147339514183/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=8975844147339514183' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/8975844147339514183'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/8975844147339514183'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2010/04/auf-der-suche-nach-dem-verborgenen-ei.html' title='Auf der Suche nach dem verborgenen Ei'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-4706205136081068664</id><published>2010-02-20T14:46:00.004+01:00</published><updated>2010-02-20T16:31:53.436+01:00</updated><title type='text'>Der Schatz im Silberblick</title><content type='html'>Unser Gast vom 11. Februar, Gotti, feiert am &lt;strong&gt;26.2. im Roten Salon&lt;/strong&gt; der Volksbühne das Erscheinen seines ersten Buchs "Der Schatz im Silberblick". Warum weise ich darauf hin? Nun, weil auch ich dort sein werde, um ein paar meiner Geschichten vorzulesen. Das klingt jetzt erstmal seltsam, und ehrlich gesagt, verstehe ich es auch nicht ganz. Aber Gotti bat mich darum, auf seiner Buchpremiere zu lesen, und wenn Gotti ruft, dann muss ich folgen.&lt;br /&gt;Außerdem wird es noch Musik geben von der Blockflöte des Todes und Ivo Lotion. Ist das nicht irre?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wer jetzt nicht weiß, wer nochmal Gotti war, der kann sich hier ein Bildnis machen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 532px; DISPLAY: block; HEIGHT: 585px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5440345438796739458" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/S3_9Wjblc4I/AAAAAAAAAFg/lHOhm8rH-3U/s400/gotti.jpg" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-4706205136081068664?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/4706205136081068664/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=4706205136081068664' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/4706205136081068664'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/4706205136081068664'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2010/02/der-schatz-im-silberblick.html' title='Der Schatz im Silberblick'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/S3_9Wjblc4I/AAAAAAAAAFg/lHOhm8rH-3U/s72-c/gotti.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-6555450016121907713</id><published>2010-01-10T00:15:00.003+01:00</published><updated>2010-01-10T01:42:34.289+01:00</updated><title type='text'>Literarischer Biathlon</title><content type='html'>&lt;em&gt;Manchmal fragen mich Leute, ob sie den Text, den ich gerade vorgelesen habe, irgendwo nachlesen können. Meistens liegt es am Thema. Sie haben nämlich eine Freundin, die auch bei der Zeitung arbeitet (wie die Frau in meinem Text), oder sie kennen jemand, der genauso ist, wie der Typ, den ich beschrieben habe, oder sie haben einfach nur einen Kachelofen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Meine Mutter findet übrigens Robert Naumann am besten, weil der nämlich schwerhörig ist, wie sie. Von Robert fühlt sie sich verstanden. Mich hingegen versteht sie nicht (weil sie schwerhörig ist). Offenbar ist Verständnis das entscheidende Kriterium, um als Autor beim Leser Gefallen zu finden. Und zwar nur ein solches Verständnis, das durch ein gemeinsames Schicksal ohnehin schon gegeben ist, das also gar keine Worte mehr braucht. Welch bittere Erkenntnis für einen Schriftsteller!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nun also der Text, den sich eine junge Frau mit Kachelofen gewünscht hat. Es ist ein literarischer Biathlon, d.h. Prosa und Lyrik wechseln sich ab.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Prosa-Strecke&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wenn im Winter die Quecksilbersäule meines Zimmerthermometers unter 15 Grad Celsius rutscht, kann ich mich nur noch unter die Bettdecke legen und hoffen, dass mein Laptop ein bisschen Abwärme erzeugt. Dann versuche ich mir einzureden, dass der Winter auch seine guten Seiten hat. Ich denke darüber nach und friere und denke nach und friere und denke nach ..., doch das einzig Gute, was mir zum Winter einfällt, ist der Sommer in Australien. In solchen Momenten bin ich froh, niemanden in Australien zu kennen, der mir womöglich eine pietätlose Karte schicken würde: „Die Hitze hier ist unerträglich. Wir müssen den ganzen Tag baden gehen, um uns ein wenig abzukühlen.“ Das könnte ich nicht ertragen. Genau genommen ist der Sommer in Australien gar nichts Gutes, sondern das Schlimmste am Winter überhaupt. Allein der Gedanke, dass es Menschen gibt, die gerade Sommer haben, während man selber friert, lässt einem das eigene Leid nur noch stärker spüren. Ein missgünstiger, menschenverachtender, wütender Australierhass steigt in mir auf. Ich möchte sofort eine faschistoide Bewegung gründen, die „Australier rein!“, fordert, „aber nur im Winter.“&lt;br /&gt;Mein innerer Adolf Hitler hat mein Gemüt so erhitzt, dass die Zimmertemperatur um ein Grad gestiegen ist. Möglicherweise liegt es auch am Kachelofen, den ich vor drei Stunden geheizt habe. Es gibt wohl keine Erfindung, die ihren Zweck so verfehlt, wie ein Kachelofen. Eine konstante Raumtemperatur ist praktisch unmöglich. Es erfordert schon ein kompliziertes Zeitmanagement, das man erst nach Jahren leidvollen Ausprobierens beherrscht, um die Zimmertemperatur auf einem angenehmen Wert zu halten. Und dafür müsste man schon arbeitslos sein, um das schmale Zeitfenster, in dem das Zimmer warm ist, zu genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Lyrik-Schießen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wecker schallt - Wohnung kalt&lt;br /&gt;Aufstehn - Rausgehen&lt;br /&gt;Kohlen – holen&lt;br /&gt;Ofen heizen&lt;br /&gt;Und nicht mit der Kohle geizen&lt;br /&gt;Eine Stunde wart ich, friere&lt;br /&gt;Dann schließ ich die Ofentüre&lt;br /&gt;Ofen – kalt&lt;br /&gt;Wohnung – kalt&lt;br /&gt;Winter halt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warten, frieren – Stunden später&lt;br /&gt;Ofen wärmt sich – Langsam geht er&lt;br /&gt;Erstes Celsius ist erklommen&lt;br /&gt;Zweites Celsius wird bald kommen&lt;br /&gt;Ofen – warm&lt;br /&gt;Wohnung – bald&lt;br /&gt;Winter halt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich kann ich ganz gelassen&lt;br /&gt;Ohne zu frieren das Bett verlassen&lt;br /&gt;Jetzt wär Zeit zum Mittagessen&lt;br /&gt;Doch in der Wohnung unterdessen&lt;br /&gt;Herrschen grad die besten Grade&lt;br /&gt;Jetzt essen gehen wär zu schade&lt;br /&gt;Ofen - heiß&lt;br /&gt;Wohnung – auch&lt;br /&gt;Winter – kalt&lt;br /&gt;Es knurrt der Bauch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Prosa-Strecke&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Manchmal höre ich von Leuten den Satz: „Oh, du hast noch einen Kachelofen!“, oder noch schlimmer: „So ein Kachelofen erzeugt doch eine ganz besondere Wärme. Die ist viel gemütlicher als Heizungswärme.“ Diese romantische Verklärung des Kachelofens ist mir ein einziges Rätsel. Wenn ich sowas schon höre von Leuten, die nie mit einem Kachelofen ihr Zimmer heizen mussten, steigt in mir wieder der innere Adolf Hitler auf. Am liebsten würde ich sie anschreien: „Ihr habt doch überhaupt kein Ahnung, ihr verwöhnten Wohlstandsheizungskinder! Genauso gut könnte man einem in einem philippinischen Gefängnis bei Brot und Wasser Einsitzenden sagen: 'Oh, Brot und Wasser, das ist so ja so eine urige Mahlzeit. '“&lt;br /&gt;Nein, allein der Dreck, den so ein Kachelofen mit sich bringt! Immer fällt ein bisschen Asche vor den Ofen. Und wenn man sie in den Ascheeimer kippt, bildet sich sofort eine große Aschewolke, die sich um den Eimer verteilt. Und wenn man den Ascheeimer zum Müll bringt, bildet sich beim Auskippen eine noch viel größere Aschewolke, die einem die ganze Kleidung einsaut.&lt;br /&gt;Ein Gutes hat es jedoch. Wenn man abends nochmal Kohle nachlegt und sich dabei Hände schwarz färbt, spart man, wenn man anschließend ein Buch liest, das Lesezeichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Lyrik-Schießen&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Asche fällt nicht, Asche schwebt&lt;br /&gt;Asche gefällt nicht, wenn sie klebt&lt;br /&gt;Asche befällt dich, denn sie lebt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Asche, Asche, Asche, Asche, Asche&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Asche lässt die Augen weinen&lt;br /&gt;Asche juckt an Arm und Beinen&lt;br /&gt;Asche kratz auf deiner Zunge&lt;br /&gt;Asche kitzelt in der Lunge&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Asche, Asche, Asche, Asche, Asche&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Asche glüht, brennt Aschelöcher&lt;br /&gt;auf den Teppich noch und nöcher&lt;br /&gt;Asche schmilzt den Kunststoff weich&lt;br /&gt;Asche ist ... Scheiße&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fehlvers!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Strafreim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das Schöne an nem Kachelofen&lt;br /&gt;sehen nur die Doofen&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-6555450016121907713?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/6555450016121907713/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=6555450016121907713' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/6555450016121907713'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/6555450016121907713'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2010/01/literarischer-biathlon.html' title='Literarischer Biathlon'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-8230076267039600038</id><published>2009-12-22T20:38:00.004+01:00</published><updated>2009-12-22T21:00:08.799+01:00</updated><title type='text'>Aus dem geheimen Tagebuch des Martin Luther</title><content type='html'>&lt;em&gt;4. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Unterredung mit Pater Johann recht erfreulich verlaufen. Er findet meine Thesen interessant. Ich solle aber mal alles sauber aufschreiben, damit man sich ein genaues Bild machen könne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;6. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Habe Pater Johann meine Thesen schriftlich vorgelegt. Großes Lob seinerseits, allerdings fand er das Wort „Unkraut“ zu scharf. Am besten sei, ich ließe These 11 ganz weg, dann wären es genau 10 Thesen. Eine runde Zahl. Genauso viel wie Gottesgebote. Das hätte Symbolkraft. Ich sagte, ich will es mir überlegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;7. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Je länger ich darüber nachdenke, um so wichtiger erscheint mit jeder Satz. Gerade These 11 ist unverzichtbar, auch in der Schärfe. Die Schuldigen müssen benannt werden, sonst bewirkt es nichts. Hat denn Jesus je ein Blatt vor den Mund genommen? Werde mit Pater Johann noch mal reden.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;8. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Unerfreuliches Gespräch mit Pater Johann gehabt. Er beharrt auf zehn Thesen, das hat mich richtig aufgebracht. Es kommt doch auf den Inhalt an! Aber das will er nicht begreifen. Ich solle vernünftig sein. Dabei geht es mir ja um die Vernunft. Im Gegenteil, es wäre unvernünftig auch nur eine These wegzulassen. Doch er: „Luther, Ihre Thesen haben das Zeug zur Weltgeschichte. Aber mit 11 Thesen wird das nichts? Das klingt nicht.“ Da habe ich ihn angebrüllt: „Kleingeistiger Katholik!“ Und er brüllte zurück: „Selber.“ Und ich: „Gar nicht.“ Und er: „Doch.“&lt;br /&gt;Na das werden wir noch sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;9. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Bin immer noch so in Rage, dass ich aus puren Zorn 6 weitere Thesen geschrieben habe. Schön was über Hölle und Fegefeuer, das sich gewaschen hat. Wollen wir doch mal sehen, ob er auch die Stirn hat, mir 7 Thesen zu rauszustreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;10. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Habe eine Nacht drüber geschlafen und mir heute morgen noch einmal in Ruhe meine 17 Thesen durchgelesen. Finde sie immer noch gelungen und unverzichtbar. Pater Johann wird nicht begeistert sein, wenn ich sie ihm zeige. Im Gegenteil, er wird es mir als Trotz auslegen. Er kennt mich zu gut. Aber inhaltlich lässt sich nichts gegen meine Thesen sagen. Das wird auch er einsehen müssen. Vielleicht sollte ich noch zwei versöhnliche Thesen über die Liebe anfügen, um ihn milde zu stimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;11. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Das ist doch nicht ihr Ernst, hat er gesagt. Wollen Sie mich verarschen, Luther? 10 Thesen sollten sie schreiben und jetzt bringen sie mir 19.&lt;br /&gt;Naja. Es war zu erwarten, dass er so reagiert. Habe dann auf ihn eingeredet, er solle sie erstmal lesen, was er schließlich widerwillig tat. Dann hat er nur noch den Kopf geschüttelt. Mensch, Luther, wenn das der Papst liest! Da hab ich gesagt: Ich fürchte mich nicht vor dem Papst, und bin wütend rausgerannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;12. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Habe noch ein paar Thesen zum Papst angefügt und den Ablasshandel in aller Deutlichkeit gebrandmarkt. Die Thesen fließen mir nur so aus der Feder. Es ist mir egal, was Pater Johann dazu sagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;18. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, die Arbeit hat sich gelohnt. Es ist jetzt eine runde Sache. These 36 bringt es zum Abschluss auf den Punkt: „Ein jeder Christ, der wahre Reue und Leid hat über seine Sünden, der hat völlige Vergebung von Strafe und Schuld, auch ohne Ablassbrief.“ Punkt. Das wird auch Pater Johann überzeugen, denke ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;20. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Habe mich mit Pater Johann ausgesöhnt. Er findet mein Werk nun hervorragend. Ich sei ein guter Schreiber, sagt er. Und ein guter Theologe. Er würde noch viel von mir erwarten. Daraufhin habe ich mich bei ihm entschuldigt für den ganzen Ärger. Er sagte nur: „Soll ich dir einen Ablassbrief geben?“ Da haben wir gelacht. Ich denke, nun wird alles gut. Am 4. September soll ich meine Thesen den Kollegen vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;21. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Gestern euphorisch zu Bett gegangen. Konnte vor Aufregung kaum schlafen. Habe die ganze Nacht wach gelegen; dabei sind mir noch 15 Thesen eingefallen. Jetzt ist der Schluss nicht mehr so schön. Da muss ich morgen noch mal ran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;25. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Puh, bin jetzt bei 68 Thesen. Ein Ende ist nicht abzusehen. Aber die Sache muss hieb- und stichfest sein, wenn ich sie in zehn Tagen den Kollegen präsentieren soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;30. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Treffe mich morgen mit Pater Johann. Weiß noch nicht, wie ich ihm erklären soll, dass es nun doch mehr als 36 Thesen sind. Ich muss behutsam vorgehen. Vielleicht bringe ich ihm ein bisschen Gebäck mit, und ein paar Spreewälder Gurken, die er so mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;31. August 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Armer Pater Johann! Das war ein schöner Schlag für ihn, als ich plötzlich mit 81 Thesen bei ihm aufkreuzte. Sind sie wahnsinnig, Luther, wer soll denn das lesen?, hat er gesagt. Es sei so gut gewesen bis These 36, was ich danach noch geschrieben hätte, wäre erstens zu lang und könnte mich zweitens den Kopf kosten. Aber ihm war wohl schon klar, dass ich mich nicht beirren ließe. Er gab mir dann noch den guten Rat, manche Thesen lieber als Frage zu formulieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;3. September 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Habe noch 8 Fragen angefügt. Bin gespannt, wie mein 89-Thesen-Papier morgen ankommen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;4. September 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Es ist überstanden. Die meisten waren von meinem 95-Thesen-Papier recht angetan. Hauptkritikpunkt: Warum nicht 100 Thesen? Damit könnte ich Weltgeschichte machen. Nun gut: 5 Thesen werde mir wohl noch einfallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;4. Oktober 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie fällt mir nichts mehr ein. Ich bin völlig ausgebrannt. Was soll ich nur machen? Mein Kopf ist völlig leer. Ich wünschte, es gebe irgendeine heiße, schwarze Brühe, die den Geist belebt. Oder so kleine Stäbchen, mit denen man sich Weihrauch einpfeifen kann. In diesem Scheißmittelalter gibt es ja noch nicht mal ein weißes Pulver, dass man sich durch die Nase ziehen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;28. Oktober 1517&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Pater Johann hat unter den Kollegen gefragt, ob denen noch ein paar Thesen einfallen würden, aber offenbar ist ihnen die Sache zu heiß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;31. Oktober 1517: Habe nun eine Anzeige ans Kirchentor geschlagen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;"Suche noch 5 Thesen für mein 100-Thesen-Papier. Bin für jeden Vorschlag dankbar. Gerne auch anonym. Folgende 95 habe ich schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Martin Luther."&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 250px; DISPLAY: block; HEIGHT: 250px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5418149711601002258" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SzEidMPc5xI/AAAAAAAAAFQ/aTi3ipVON4c/s400/luther_thesen.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-8230076267039600038?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/8230076267039600038/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=8230076267039600038' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/8230076267039600038'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/8230076267039600038'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2009/12/aus-dem-geheimen-tagebuch-des-martin.html' title='Aus dem geheimen Tagebuch des Martin Luther'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SzEidMPc5xI/AAAAAAAAAFQ/aTi3ipVON4c/s72-c/luther_thesen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-5876393622647621691</id><published>2009-07-14T20:16:00.002+02:00</published><updated>2009-07-15T12:23:02.046+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Video'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kindheit'/><title type='text'>Historisches (1973)</title><content type='html'>&lt;p&gt;Vom Dachboden ins Internet&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Lr89H43h6jY&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/Lr89H43h6jY&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-5876393622647621691?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/5876393622647621691/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=5876393622647621691' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/5876393622647621691'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/5876393622647621691'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2009/07/historisches-1973.html' title='Historisches (1973)'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-7143326970093261180</id><published>2009-06-14T00:55:00.006+02:00</published><updated>2009-06-14T20:58:11.783+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Text'/><title type='text'>Das Leben der Anderen</title><content type='html'>&lt;div&gt;Nachdem mich die Französin um Feuer für ihre Zigarette gebeten hatte, fragte sie: „Magst du das Märr?“, und ich sagte: „Ja“, und sie fragte: „Ah, bist Du Sämann?“, und ich sagte: „Nein“, und fragte zurück: „Und bist du vielleicht Aktmodell?“, worauf sie irritiert verstummte.&lt;br /&gt;Nun gut, sie sah nicht aus wie ein Aktmodell, aber sah ich vielleicht aus wie ein Seemann? Vielleicht hätten wir unser Gespräch anders beginnen sollen, aber warum lange um den heißen Brei herumreden? Ich suchte ein Aktmodell, sie suchte einen Seemann. Offenbar waren wir nicht füreinander bestimmt. Trotzdem setzten wir unser Gespräch nach einer kurzen Pause fort. Sie schien zunächst nicht so recht zu glauben, dass ich kein Seemann war, und wollte wissen, ob ich nicht vorhätte, ein Dampfschiff zu bauen, aber so weit ging mein Liebe zum Meer dann doch nicht. Nein, ich würde vorlesen, erklärte ich, und siehe da, das tat sie auch, nur dass ich meine Texte selber schrieb, während sie die Texte anderer las. Außerdem würde sie ihr Geld als Synchronsprecherin verdienen. Wenn man heutzutage Synchronstimmen für Frauen mit französischem Akzent suchte, nähme man echte Französinnen. Früher hätte man Deutsche genommen, die den Akzent nur imitierten. Das wäre aber nicht so authentisch gewesen.&lt;br /&gt;Tatsächlich klang ihr Akzent authentisch französisch, und das, obwohl sie schon seit den Achtziger Jahren in Kreuzberg lebte. Wir hätten uns sicher noch weiter angeregt unterhalten, aber wozu Zeit verschwenden? Die Zahl der Gäste war zu groß, um sich allzu lange mit der Falschen aufzuhalten; schließlich suchte sie ihren Seemann und ich mein Aktmodell.&lt;br /&gt;Die Party bestand zur Hälfte aus Franzosen, zur andern Hälfte aus Deutschen. Vor 20 Jahren, im Mai 89, hatte Babbra einen Franzosen geheiratet, um legal die DDR verlassen zu können. Sie hatten sich vorher nicht gekannt, und nach einem Jahr ließen sie sich wie vereinbart wieder scheiden. Trotzdem waren sie in Kontakt geblieben, und nun feierten sie das 20-jährige Jubiläum ihrer Scheinehe unter dem Motto: „20 Jahre und kein Streit“. Damit sich die Gäste besser kennen lernten und mischten, hatten sich die beiden ein Spiel ausgedacht, das sie „Das Leben der Anderen“ nannten. Jeder Gast bekam einen Zettel mit Informationen über eine für ihn ausgesuchte Person, die das „Opfer“ genannt wurde. Fand man dieses Opfer, so musste es einem einen Drink spendieren. Zugleich war man selber Opfer von irgendwem. Das daraus resultierende Klima aus Misstrauen und Denunziation wurde hier zum fröhlichen Partyscherz verklärt.&lt;br /&gt;Mein Opfer sollte eine Feministin sein, die Psychologie studiert hat, aber nicht in Frankreich, früher Dreadlocks trug und jetzt Chi-Qong machte und ab und zu als Aktmodell arbeitete. &lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5347259028358382994" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 148px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SjVHwVtNRZI/AAAAAAAAAFA/cKHFMwuDQA0/s400/auftrag_klein.JPG" border="0" /&gt;Ich fragte meine falsche Französin, ob sie jemand kennen würde, auf den diese Beschreibung zuträfe. Sie verneinte, versprach aber, sich unter den Franzosen umzuhören. Ich meinerseits wollte unter den Deutschen nach Seemännern Ausschau halten. So gingen wir auseinander. Von nun an verband uns ein schmutziges Geheimnis um einen teuflischen Plan. Aber konnte ich ihr wirklich vertrauen? Oder spielte sie am Ende gar ein doppeltes Spiel und würde mich bei nächster Gelegenheit ans Messer liefern?&lt;br /&gt;Die Wellen der Spree schlugen bedrohlich an das Gemäuer der unterirdischen Bootsanlegestelle, die zu Zeiten des Kalten Krieges die Grenzpatrouille der DDR beherbergte und nun als Partyraum einer Strandbar Verwendung fand. Im Hintergrund erklang Musik aus den Achtzigern: „Who’s that girl, running away from you.“ Ich ließ meinen Blick über die Gäste streifen. Wer war das Mädchen, das sich vor mir versteckte, diese geheimnisvolle Femistin, die früher mal Dreadlocks trug und mir im Laufe des Abends einen Martini spendieren würde, gerührt und nicht geschüttelt, versteht sich.&lt;br /&gt;Ich zeigte den Suchbefehl meinen deutschen Bekannten. Allgemein war man der Auffassung, dass ein Aktmodell außergewöhnlich schön sein müsse. Nur Iris machte sich lustig über mich. Reines Wunschdenken, behauptete sie und zeigte auf eine in Würde ergraute Dame: „Das ist deine! Frag sie doch mal, ob sie Aktmodell ist!“&lt;br /&gt;„Vielleicht ist sie das sogar,“ erwiderte ich, „aber ich glaube nicht, das sie früher Dreadlocks trug,“ und zeigte meinerseits auf einen Typen mit fransigem schwarzen Haar und einem ebensolchen Bart. Er ähnelte ein bisschen dem Tier aus der Muppet-Show. „Das ist deiner,“ gab ich zurück, nicht wissend, wie richtig ich damit lag. Zehn Minuten später ließ sich Iris von ihm einen Drink spendieren. Er war tatsächlich der gesuchte Fado-Gitarrist und obendrein, wie sich im weiteren Verlauf des Abends herausstellen sollte, ein hervorragender Tänzer.&lt;br /&gt;Mir war nicht nach Tanzen. Ich wollte erst mein feministisches Freigetränk finden. Mein gebrochenes Englisch ließ mehrere Französinnen erröten: „Excuse me, are you a nude model? – No? Then you must be a feminist. No? Do you know any Psychologists? Tell me, if you find one.”&lt;br /&gt;Dann änderte ich meine Strategie. Anstatt mein Opfer zu suchen, brauchte ich eigentlich nur zu warten, bis es von selbst auf mich zukam. Jeder hier war auf der Suche. Ich musste mich nur selbst als Köder auswerfen, an strategisch gute Positionen stellen und Gesprächsbereitschaft demonstrieren. Ein guter Ort dafür schien mir das Lagerfeuer zu sein, das man in der Nähe der Strandbar entzündet hatte. Dort stellte ich mich sinnierend neben eine Gruppe junger Französinnen, die sofort Notiz von mir nahmen. Es dauerte nicht lange, bis ich lächelnd gefragt wurde, ob ich vielleicht Arzt sei und ein Buch über Körperfunktionen geschrieben hätte. Nein, und ihr? Hat eine von euch vielleicht Psychologie studiert? Nein? Schade.&lt;br /&gt;„Und wen suchst du?“, fragte ich eine hübsche Französin, die etwas abseits saß, „Vielleicht bin ich es ja.“&lt;br /&gt;„Nein, du bist es nischt. Ich suche ain Mädschn.“&lt;br /&gt;Sie schien darüber etwas traurig zu sein.&lt;br /&gt;„Vielleicht kenne ich sie.“&lt;br /&gt;„Sie hat äh ein Buch gäschriebän. Das war so traurisch. Ah, wie sagt man? Da ist eine Autobahn. Ich weiß nischt, wie man sagt.“&lt;br /&gt;„Hmm. Autobahn. Das könnte mit mir zu tun haben.“&lt;br /&gt;„Nein. Du bist es nischt. Isch suche ain Mädschn.“&lt;br /&gt;„Zeig doch mal deinen Zettel mit den Informationen! Aha. Er wohnt in einem Haus, das abgerissen werden soll, weil dort eine Autobahn gebaut wird. Ein Zitat aus einer Geschichte, die er darüber geschrieben hat, lautet: Erst gehen die Frauen, dann kommt die Autobahn. Hmm. Ja gut. Das bin ich.“&lt;br /&gt;„Nein! Das gibt es nischt. Isch dachte, ich suche ein Mädschn!“&lt;br /&gt;„Ja, das ist dann offenbar ein Übersetzungsfehler. Im deutschen Text auf dem Zettel steht ‚Er’. Offenbar hatten Babbra und Thierry 20 Jahre keinen Streit, weil sie sich nie richtig verstanden haben.“&lt;br /&gt;„Ah. Du bist es wirklisch. Ich habe mein Opfer gefunden.“&lt;br /&gt;„Und wie heißt du?“&lt;br /&gt;„Orsisie“&lt;br /&gt;„?“&lt;br /&gt;„Angsicil“&lt;br /&gt;„?“&lt;br /&gt;„Anne-Cecile.“&lt;br /&gt;„Ah. Und mein Name ist Kampa. Andreas Kampa. Was willst du trinken?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.enthusiasten.de/bohni/Fete_Hochzeit.JPG"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 674px; CURSOR: hand; HEIGHT: 477px" alt="" src="http://www.enthusiasten.de/bohni/Fete_Hochzeit.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-7143326970093261180?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/7143326970093261180/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=7143326970093261180' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/7143326970093261180'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/7143326970093261180'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2009/06/das-leben-der-anderen.html' title='Das Leben der Anderen'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SjVHwVtNRZI/AAAAAAAAAFA/cKHFMwuDQA0/s72-c/auftrag_klein.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-266276527826343320</id><published>2009-02-16T16:30:00.002+01:00</published><updated>2009-02-16T16:46:10.545+01:00</updated><title type='text'>Metaphysische Betrachtung</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;"Wenn nämlich Stülpnase und hohle Nase dasselbe wäre, so müsste auch das Stülpnasige und das Hohle dasselbe sein. Trifft dies jedoch nicht zu, weil es ja nicht möglich ist, vom Stülpigen zu sprechen ohne das Ding, an dem es eine Affektion an sich ist (denn das Stülpige ist eine Hohlheit an der Nase), so kann entweder nicht gesagt werden 'stülpige Nase', oder es ist damit zweimal dasselbe gesagt, nämlich 'hohle Nase Nase' (denn stülpige Nase bedeutet soviel wie hohle Nase Nase). Daher ist es unsinnig, dass solchem ein Was-ist-es-dies-zu-sein zukommt. Sollte das aber nicht zutreffen, würde man ins Unbegrenzte fortschreiten; denn an der stülpigen Nase Nase würde noch etwas anderes bestehen." (Aristoteles im VII. Buch Metaphysik)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-266276527826343320?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/266276527826343320/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=266276527826343320' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/266276527826343320'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/266276527826343320'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2009/02/metaphysische-betrachtung.html' title='Metaphysische Betrachtung'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-4442038951780314414</id><published>2008-12-31T16:07:00.014+01:00</published><updated>2008-12-31T19:18:11.689+01:00</updated><title type='text'>Gesichter 2008</title><content type='html'>Alle 10 Jahre schaue ich in den Spiegel, um mich zu informieren, wie ich mittlerweile aussehe. Es ist ja nicht ganz uninteressant zu wissen, was die andern sehen, wenn sie so eigenartig in meine Richtung gucken, als wäre ich gar nicht durchsichtig.&lt;br /&gt;Zunächst aber muss geklärt werden, was &lt;em&gt;mein&lt;/em&gt; Gesicht überhaupt ist. Die Natur scheint darüber(wenn man dem Spiegel glauben darf) verschiedene Ansichten zu haben: Mal sehe ich so aus und 30 Jahre später auf einmal so. Ja, was denn nun?&lt;br /&gt;Zur Illustration zwei Beispiele:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellspacing="2" cellpadding="2" width="100%" border="0"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top" align="middle"&gt;einmal so&lt;/td&gt;&lt;td valign="top" align="middle"&gt;einmal so&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top" align="middle"&gt;&lt;img height="300" alt="" src="http://www.enthusiasten.de/bohni/sommer_ich.jpg" width="160" /&gt;&lt;/td&gt;&lt;br /&gt;&lt;td valign="top" align="middle"&gt;&lt;img height="300" alt="" src="http://www.enthusiasten.de/bohni/winter_iche.jpg" width="107" /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Rätsel: Wer findet die 10 Gemeinsamkeiten?&lt;br /&gt;Also ich sehe nur Unterschiede. Der Linke fast nackt, der Rechte dick angezogen, der Linke mit Hut, der Rechte mit Mütze, der Linke freut sich nach außen, der Rechte nach innen, mal ist Sommer, mal Winter. Eine gewisse Familienähnlichkeit ist ... naja; also der Rechte sollte auf jeden Fall einen Vaterschaftstest machen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sehe ich also aus? Fangen wir nochmal ganz von vorne an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SVuYX0u5KJI/AAAAAAAAAD8/KIFh60WSbss/s1600-h/baby_ich.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5285986122709149842" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 129px; CURSOR: hand; HEIGHT: 128px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SVuYX0u5KJI/AAAAAAAAAD8/KIFh60WSbss/s200/baby_ich.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Das bin ich. Sagt zumindest meine (mutmaßliche) Mutter.&lt;br /&gt;Offenbar wurde ich schwarz-weiß geboren: graue Haare, blaßgrauer Teint, dunkelgraue Augen.&lt;br /&gt;Und soooon Hals hatte ich. Keine Ahnung, warum. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SVufFNzk2qI/AAAAAAAAAEE/sdWC0zP4dMg/s1600-h/heute_ich.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5285993499603557026" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; CURSOR: hand; HEIGHT: 150px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SVufFNzk2qI/AAAAAAAAAEE/sdWC0zP4dMg/s200/heute_ich.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das bin ich heute. Etwas mehr Farbe als früher, vor allem im Hintergund. Es ist nicht alles schlecht im Westen.&lt;br /&gt;Wie es aussieht, neige ich mittlerweile zu Angela-Merkel-Mundwinkeln. Nun gut, ich nehme die Wahl an. Was für das Land gut ist, soll für mich nicht schlecht sein.&lt;br /&gt;Vielleicht stellt es sich als gutes Omen heraus, und ich werde eines Tages Kanzlerin. Das Zeug dazu habe ich (zumindest die Mundwinkel). Und aus dem Osten bin ich auch. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SVulBIthfzI/AAAAAAAAAEM/NcTPiB_63rA/s1600-h/bart_ich.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5286000026586283826" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; CURSOR: hand; HEIGHT: 240px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SVulBIthfzI/AAAAAAAAAEM/NcTPiB_63rA/s320/bart_ich.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich könnte mir aber auch einen Bart stehen lassen, wie diesen Sommer während der Fußball-EM. Schon fallen die Mundwinkel nicht mehr so ins Gesicht ... äh Gewicht. Kanzlerin wollte ich sowieso noch nie werden.&lt;br /&gt;Allerdings kratzt so ein Bart ganz schön. Ich schlafe ja gerne mit dem Gesicht im Kopfkissen, und das ist dann nicht mehr so kuschelig.&lt;br /&gt;Übrigens habe ich blau-graue Augen. Eine der wenigen Konstanten in meinen Gesicht (abgesehen von meiner Schwarz-Weiß-Phase früher - ach, schlimm wars. Ich will die DDR nicht wiederhaben). &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SVuptahDvbI/AAAAAAAAAEU/ngY2o53OIcs/s1600-h/dusch_ich.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5286005185326595506" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; CURSOR: hand; HEIGHT: 150px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SVuptahDvbI/AAAAAAAAAEU/ngY2o53OIcs/s200/dusch_ich.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Und so sehe ich nach dem Duschen aus. No Future for me, sage ich mal.&lt;br /&gt;Wen's übrigens interessiert: unterhalb des Bildes bin ich nackt. Das muss man sich jetzt einfach mal vorstellen.&lt;br /&gt;Hier soll es ja ums Gesicht gesehen. Fragt sich nur um welches? Ich hab einfach zu viele. Das nächste zum Beispiel. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SVut_xreZFI/AAAAAAAAAEc/jj9vmqLfp94/s1600-h/haare.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5286009898828457042" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; CURSOR: hand; HEIGHT: 150px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SVut_xreZFI/AAAAAAAAAEc/jj9vmqLfp94/s200/haare.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;So sehe ich kurz vor meinem Friseurbesuch immer aus. Wie ich hinterher aussehe, hängt von der politischen Gesinnung der Frisöse ab. Also immer anders. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Für 2008 soll es das erstmal gewesen sein. Alle Gesichter zu zeigen, würde hier den Rahmen sprengen. Aber welches ist nun meines? Ansichtssache, würde ich sagen. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;2009 gibt's wieder neue Gesichter. Huh, mir graut schon davor. Am besten ich schaue gar nicht in den Spiegel und lass mich in 10 Jahren überraschen, was aus mir geworden ist. Hoffentlich erkenne ich mich wieder. Wenn nicht, ist es auch egal.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-4442038951780314414?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/4442038951780314414/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=4442038951780314414' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/4442038951780314414'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/4442038951780314414'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2008/12/gesichter-2008.html' title='Gesichter 2008'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SVuYX0u5KJI/AAAAAAAAAD8/KIFh60WSbss/s72-c/baby_ich.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-5728348801698690382</id><published>2008-09-23T16:09:00.008+02:00</published><updated>2008-12-31T16:07:46.927+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Text'/><title type='text'>Nachtrag zu den olympischen Spielen</title><content type='html'>Vor vier Jahren waren ja schon mal olympische Spiele, was man &lt;a href="http://www.enthusiasten.de/olympia1.html"&gt;hier &lt;/a&gt;nachlesen kann. Dieses Jahr hat mich besonders die deutsche 4x100m-Herren-Staffel überzeugt. Wenn ich mich recht entsinne, war es &lt;em&gt;so &lt;/em&gt;gewesen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;Interview&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Johannes B. Delling: &lt;/strong&gt;Hier bei mir ist die deutsche 4x100m-Staffel der Herren. Sie sind alle noch etwas außer Atem, so kurz nach dem Lauf. Zunächst möchte ich Sie beglückwünschen zu der tollen Zeit – nur eine Zehntel über Weltrekord. Alle Achtung! Seit 1960 hat es keine deutsche Herrenstaffel mehr geschafft, als erste bei einem olympischen Finale durchs Ziel zu laufen. Harald, Sie waren der Schlussläufer: Was war das für ein Gefühl, als Sie die Ziellinie überquerten?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Harald: &lt;/strong&gt;Unbeschreiblich. Einfach fantastisch! Vier Jahre trainiert man für so einen Augenblick, und dann wird der Traum wahr. Dafür hat sich die ganze Quälerei gelohnt. Ich bin überglücklich.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Johannes B. Delling:&lt;/strong&gt; Nur leider wurden Sie disqualifiziert. Werden Sie Protest einlegen?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Harald: &lt;/strong&gt;Nein. Ich glaube, das hat keinen Sinn.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Johannes B. Delling: &lt;/strong&gt;Sind Sie sehr enttäuscht?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SNkBWOgXd-I/AAAAAAAAADI/ZW8wIOKzCug/s1600-h/runner.gif"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5249228322039625698" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SNkBWOgXd-I/AAAAAAAAADI/ZW8wIOKzCug/s200/runner.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Harald: &lt;/strong&gt;Ehrlich gesagt, hatte ich schon so ein komisches Gefühl, als ich ohne Stab durchs Ziel gelaufen bin. Ich dachte: Wenn sie streng sind, werden sie uns wohl disqualifizieren. Und so kam es dann ja auch.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Johannes B. Delling: &lt;/strong&gt;Was war denn los beim letzten Wechsel?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Harald: &lt;/strong&gt;Ich war vielleicht etwas übermotiviert. Man ist schließlich nicht sooft bei olympischen Spielen. Als ich dann den Jamaikaner um die Kurve laufen sah, und dahinter mit gehörigem Abstand den Amerikaner und den Briten, wusste ich: Wenn ich jetzt nicht loslaufe, haben wir keine Chance mehr auf eine Medaille.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Johannes B. Delling: &lt;/strong&gt;Helmut, Sie waren der dritte Läufer. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie merkten, dass ihr Teamkollege losgelaufen war, ohne auf Sie zu warten? Waren Sie sehr verärgert?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SNkBWOgXd-I/AAAAAAAAADI/ZW8wIOKzCug/s1600-h/runner.gif"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5249228322039625698" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SNkBWOgXd-I/AAAAAAAAADI/ZW8wIOKzCug/s200/runner.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Helmut: &lt;/strong&gt;Nein, im Gegenteil. Ich war erleichtert, da ich ja selber keinen Stab dabei hatte. Natürlich bin ich trotzdem durchgelaufen. Man ist schließlich nur einmal bei olympischen Spielen. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, wie Harald wohl reagieren würde, wenn ich ohne Stab bei ihm ankommen würde. Dann sah ich, dass er schon längst losgelaufen war. Wissen Sie: wenn man 4 Jahre lang jeden Tag zusammen trainiert, dann versteht man sich irgendwann blind.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Johannes B. Delling: &lt;/strong&gt;Beeindruckend. Aber sagen Sie, Helmut: Warum hatten &lt;em&gt;Sie&lt;/em&gt; denn keinen Stab dabei? Was ist schief gelaufen?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Helmut: &lt;/strong&gt;Das weiß ich auch nicht so genau. Eigentlich klappen unsere Wechsel immer perfekt. Vier Jahre lang haben wir das trainiert. Wir verstehen uns im Schlaf. Aber diesmal war irgendwie der Wurm drin. Ich sehe Otto auf mich zu kommen, laufe los, beschleunige, halte die Hand nach hinten, und auf einmal habe ich die Wechselzone überschritten. Nanu, denke ich, was ist da los?, schaue mich um, und sehe, wie Otto den Stab an den Russen weiter gibt. Viel Zeit zu überlegen bleibt da nicht. Also bin ich einfach weitergelaufen. Man ist schließlich nur einmal bei Olympia. Ich kenne Otto schon seit Jahren. Das ist ein feiner Kerl. Wenn der den Stab lieber dem Russen gibt, wird er schon seine Gründe haben.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Johannes B. Delling: &lt;/strong&gt;Otto, welche Gründe hatten Sie denn für diesen ... na ja, etwas unorthodoxen Wechsel.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SNkCRz1vw4I/AAAAAAAAADQ/sd3opGAsnEs/s1600-h/runner.gif"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5249229345673692034" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SNkCRz1vw4I/AAAAAAAAADQ/sd3opGAsnEs/s200/runner.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Otto: &lt;/strong&gt;Das ist eigentlich ganz einfach zu erklären: Der Stab gehörte dem Russen. Bei meinem Wechsel mit Wolfgang, sehe ich auf einmal, dass Wolfgang keinen Stab dabei hat. In dem Moment lief der Russe an mir vorbei und hielt seinen Stab so nach vorne. Da habe ich instinktiv zugegriffen. Man ist schließlich nur einmal bei Olympia. Vier Jahre lang haben wir hart trainiert. Das kann doch nicht alles umsonst gewesen sein, dachte ich und lief einfach los mit dem Stab des Russen. So nach ca. 50m bekam ich ein schlechtes Gewissen. Irgendwie ist man ja auch Sportsmann. Außerdem war ein wütender Russe hinter mir her. Der wollte den Stab natürlich wieder haben. Ich glaube, ich bin noch nie so schnell die 100m gelaufen. Naja, und beim Wechsel mit Helmut – ich hoffe, du bist mir nicht böse, Helmut – da habe ich den Stab an den russischen Läufer weiter gegeben. Es war schließlich seiner. Und Helmut hat ja, Gott sei Dank, richtig reagiert. Er ist ohne Stab weitergelaufen. So gut wie heute haben wir vier noch nie harmoniert. Und die Laufzeit gibt uns recht. Wir sind die schnellste deutsche Staffel aller Zeiten. Auch wenn wir disqualifiziert wurden: Auf diese Leistung können wir stolz sein.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Johannes B. Delling: &lt;/strong&gt;Ganz sicher. Noch mal herzlichen Glückwunsch! Bleibt noch die Frage zu klären: Wo ist eigentlich der deutsche Staffelstab? Wolfgang, Sie waren der Startläufer, Sie sollten es doch wissen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SNkCRz1vw4I/AAAAAAAAADQ/sd3opGAsnEs/s1600-h/runner.gif"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5249229345673692034" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SNkCRz1vw4I/AAAAAAAAADQ/sd3opGAsnEs/s200/runner.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wolfgang: &lt;/strong&gt;So kurz nach dem Rennen ist es für eine Fehleranalyse noch zu früh. Wir waren als erste im Ziel; das gibt uns Hoffnung für die Zukunft. Leider wurde das Rennen am grünen Tisch entschieden. Das ist bedauerlich, aber nicht zu ändern. Ich glaube, wir haben trotz der Disqualifikation gezeigt, dass mit den deutschen Sprintern wieder zu rechnen ist. Wir sind in Topform hier angereist. Schon beim Start hatte ich ein gutes Gefühl. Ich bin schnell aus den Blöcken gekommen und konnte die ersten 50m mit der Weltspitze mithalten. Als ich nach 70m auf einmal Otto vor mir auf der Bahn stehen sah, dachte ich: Oh, das ist dann wohl gar nicht das Einzelrennen, sondern die Staffel. Offenbar hatte ich die Termine durcheinander gebracht. Nun war es natürlich zu spät, noch den Stab zu holen. Aber man ist nur einmal bei Olympia. Wir haben schließlich nicht vier Jahre lang trainiert, um nach 70m schon aufzugeben. Also bin ich weiter gelaufen. Ich dachte, Otto wird sich schon zu helfen wissen. Und so war es dann ja auch.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Johannes B. Delling: &lt;/strong&gt;Ich danke für das Gespräch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-5728348801698690382?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/5728348801698690382/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=5728348801698690382' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/5728348801698690382'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/5728348801698690382'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2008/09/nachtrag-zu-den-olympischen-spielen.html' title='Nachtrag zu den olympischen Spielen'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_SLmaaTT7nXY/SNkBWOgXd-I/AAAAAAAAADI/ZW8wIOKzCug/s72-c/runner.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-273702168778394971</id><published>2008-07-29T00:38:00.001+02:00</published><updated>2008-07-29T00:39:32.517+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Was ich lehren will, ist: von einem nicht offenkundigen Unsinn zu einem offenkundigen übergehen. (Ludwig Wittgenstein)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-273702168778394971?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/273702168778394971/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=273702168778394971' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/273702168778394971'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/273702168778394971'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2008/07/was-ich-lehren-will-ist-von-einem-nicht.html' title=''/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-2000255726185404486</id><published>2008-06-26T01:40:00.001+02:00</published><updated>2008-06-26T01:42:42.705+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Leben heißt das Absurde leben lassen. Es leben lassen heißt vor allem ihm ins Auge sehen. (Albert Camus: "Der Mythos des Sisyphos")&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-2000255726185404486?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/2000255726185404486/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=2000255726185404486' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/2000255726185404486'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/2000255726185404486'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2008/06/leben-heit-das-absurde-leben-lassen.html' title=''/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-4845760258161496536</id><published>2008-06-14T01:23:00.002+02:00</published><updated>2008-06-14T01:26:38.432+02:00</updated><title type='text'>Das Sein und das Nichts</title><content type='html'>Der Ursprung des Nichts&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;„Wenn ich mich als Verständnis eines Möglichen als meines Möglichen konstituiere, muss ich seine Existenz am Ziel meines Entwurfs anerkennen und es erfassen als Ichselbst, dort hinten, der ich mich in der Zukunft erwarte, durch ein Nichts von mir getrennt.“ (Sartre)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf meinem Tisch liegt ein Brief von mir an mich adressiert. Obwohl ich weiß, was drin steht, öffne ich ihn und lese: „Fensterputzen nicht vergessen!“ Ich lege ihn weg und will mich aufmachen, die Fenster zu putzen, da fällt mir ein, was ich doch gestern für ein Schlawiner gewesen bin. Was soll denn das heißen: Fensterputzen nicht vergessen? Gestern habe ich doch auch nicht vergessen, die Fenster zu putzen. Ich habe sehr wohl daran gedacht, wie dieser Brief beweist; doch anstatt es zu tun, habe ich diesen Brief geschrieben, um die Arbeit auf mein heutiges Ich abzuwälzen. Was war ich nur für ein gerissener Hund! Aber ich durchschaue mein gestriges Ich. Schließlich bin ich heute noch derselbe wie gestern. Damit hätte ich eigentlich rechnen können. Na gut, Sportsfreund von gestern, du hast die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Ich werde selbstredend nicht die Fenster putzen. Stattdessen schreibe ich lieber einen Brief an mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Freitag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf meinem Tisch liegt ein Brief von mir an mich adressiert. Auf dem Umschlag steht: Morgen öffnen. Ich muss schmunzeln. Morgen, denke ich, ist ja wohl eindeutig morgen, und öffne den Brief nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sonnabend&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf meinem Tisch liegt ein Brief von mir an mich adressiert. Ich schmeiße ihn gleich in den Papierkorb – ich weiß eh was drin steht: Ich soll die Fenster putzen. Eine überflüssige Information im Grunde. Man muss ja nur aus dem Fenster schauen, um zu sehen, dass die Fenster geputzt werden müssten. Ich sage bewusst: müssten – Konjunktiv; denn man kann es auch lassen. Das ist eine Tatsache. So notwendig es scheint, dass die Fenster geputzt werden müssen, so sicher ist es, dass man es auch lassen kann. Das habe ich ja gestern und vorgestern bewiesen. Und es ist nicht einzusehen, was mich heute dazu bringen sollte, die Fenster zu putzen, wenn ich es gestern und vorgestern gelassen habe. Nichts bringt mich dazu. Ich bin ja noch derselbe. Falls ich jemals die Fenster putzen sollte, dann ist jetzt schon klar, was das sein wird, das mich dazu gebracht haben wird: das blanke Nichts nämlich. So sagt es auch Sartre: Das Fenster geputzt Habende Ich, das mich in der Zukunft erwartet, ist durch ein Nichts von mir getrennt. Dieses Nichts muss irgendwie aktiviert werden. Ich weiß bloß noch nicht, wie. Aber ich kann mich erinnern, in der Vergangenheit schon mal etwas getan zu haben, und wie ich jetzt weiß, war es mein inneres Nichts, das mich dazu gebracht hat. Vielleicht sollte ich mich einfach dazu verpflichten, die Fenster zu putzen. Ich werde das mal schriftlich fixieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sonntag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf meinem Tisch liegt ein Umschlag von mir an mich adressiert. In dem Umschlag befindet sich ein Vertrag. Darauf steht: „Hiermit verpflichtet sich mein Sonntags-Ich, die Fenster zu putzen. Hier bitte unterschreiben.“ Nee, unterschreibe ich nicht. Ich putz doch nicht am Sonntag meine Fenster. Ich streiche Sonntag durch und schreibe Montag drüber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Montag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf meinem Tisch liegt ein von mir verfasster Vertrag, den ich unterschreiben soll. Nun ja, niemand kann mich dazu zwingen. Das ist gewiss. Wie ich jetzt feststelle, bin ich die Sache mit dem Vertrag falsch angegangen. Ich muss mich natürlich im Voraus verpflichten. Dazu muss ich nur die zeitliche Kontinuität meiner selbst behaupten. Das dürfte wohl auch morgen kaum von mir bestritten werden. Ich setze also einen neuen Vertrag auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dienstag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf meinem Tisch liegt ein von mir unterzeichneter Vertrag, in dem ich mich dazu verpflichte, die Fenster am Dienstag zu putzen. Offenbar spekuliert mein gestriges Ich darauf, dass ich meine zeitliche Kontinuität nicht bestreite. Angenommen mein Gestern hat recht. Dann werde ich jetzt meine Fenster wohl oder übel putzen müssen. Wie ich aber am Sonnabend schon erklärt habe, bin ich doch, wenn ich die Fenster geputzt habe, durch ein Nichts von mir getrennt. Und was getrennt ist, kann nicht kontinuierlich sein. Ich wäre als mitnichten derselbe, der den Vertrag unterschrieben hat. Wenn ich jetzt also die Fenster putze, würde ich völlig sinnlos die Arbeit eines ganz andern tun. Schön blöd wär ich doch. Obendrein hätte dieser andere gar nicht mehr die Möglichkeit, seinen Vertrag noch zu erfüllen. Da würden schon zwei von uns ziemlich dumm aus der Wäsche gucken. &lt;br /&gt;Nun könnte man natürlich argumentieren: das, was mich von dem anderen trennt, ist schließlich ein Nichts, also nicht besonders viel. Nicht besonders viel? Da kann ich ja nur lachen! Dieses Nichts trennt immerhin einen fleißigen, pflichtbewussten Menschen von einem faulen Stück, dass die Arbeit immer nur auf den nächsten Tag verschiebt. So sieht’s doch aus! Und von so einem faulen Stück, lass ich mir doch nicht vorschreiben, was ich zu tun habe. Das könnte dem so passen!&lt;br /&gt;Andererseits: Wenn ich die Fenster nicht putze, bin nicht mal mehr durch ein Nichts von mir getrennt. Dann bin ich sowas von kontinuierlich faul, dass ich kaum mehr bestreiten kann, den Vertrag höchst selbst unterschrieben zu haben. Ich bin verwirrt. Ich weiß nicht, was ich machen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichts passiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss noch zwei Texte für heute Abend schreiben. Ach, scheiß drauf. Ich putz jetzt einfach die Fenster.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-4845760258161496536?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/4845760258161496536/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=4845760258161496536' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/4845760258161496536'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/4845760258161496536'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2008/06/das-sein-und-das-nichts.html' title='Das Sein und das Nichts'/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-5281655637514342363</id><published>2008-06-02T01:40:00.003+02:00</published><updated>2008-06-02T02:03:32.815+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hegel Zitat Notiz'/><title type='text'></title><content type='html'>"Der Künstler erfährt also an seinem Werke, daß er &lt;em&gt;kein ihm gleiches &lt;/em&gt;Wesen hervorbrachte. Es kommt ihm zwar daraus ein Bewußtsein zurück, daß eine bewundernde Menge es als den Geist, der ihr Wesen ist, verehrt. Aber diese Beseelung, indem sie ihm sein Selbstbewußtsein nur als Bewunderung erwidert, ist vielmehr ein Bekenntnis, das diese Beseelung an den Künstler ablegt, nicht seinesgleichen zu sein. Indem es ihn als Freudigkeit überhaupt zurückkomt, findet er darin nicht den Schmerz seiner Bildung und Zeugung, nicht die Anstrengung seiner Arbeit. Sie mögen das Werk auch noch beurteilen oder ihm Opfer bringen, auf welche Art es sei, ihr Bewußtsein darein legen, - wenn sie sich mit ihrer Kenntnis darüber setzen, weiß er, wieviel mehr seine &lt;em&gt;Tat &lt;/em&gt;als ihr Verstehen und Reden ist; - wenn sie sich &lt;em&gt;darunter &lt;/em&gt;setzen und ihr sie beherrschendes &lt;em&gt;Wesen &lt;/em&gt;darin erkennen, weiß er sich als Meister desselben." (aus Hegel: "Phänomenologie des Geistes")&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-5281655637514342363?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/5281655637514342363/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=5281655637514342363' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/5281655637514342363'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/5281655637514342363'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2008/06/der-knstler-erfhrt-also-seinem-werke-da.html' title=''/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1908221396830247525.post-8667809246405896962</id><published>2008-05-07T19:17:00.001+02:00</published><updated>2008-05-07T19:17:57.640+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Hallo Welt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1908221396830247525-8667809246405896962?l=andreaskampa.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andreaskampa.blogspot.com/feeds/8667809246405896962/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1908221396830247525&amp;postID=8667809246405896962' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/8667809246405896962'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1908221396830247525/posts/default/8667809246405896962'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andreaskampa.blogspot.com/2008/05/hallo-welt.html' title=''/><author><name>Andreas Kampa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15430932718073993331</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://bp2.blogger.com/_SLmaaTT7nXY/SCH2rfKWqYI/AAAAAAAAAAY/ReLR1Hg_k64/S220/andreas_kampa.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
